Zentrales Ziel der quantitativen Teilstudie ist es, die vier beschriebenen Narrative abzubilden und zu fragen, wie stark die mit ihnen verbundenen Deutungen unter jungen Menschen ausgeprägt sind. Dafür sind in einem ersten Schritt bereits durchgeführte quantitative Studien nach Items gesichtet worden. Dabei wurden passende Items den entsprechenden Narrativen zugeordnet und unpassende aussortiert.

Der zweite Schritt bestand aus der Konstruktion neuer Fragen auf Grundlage der qualitativen Ergebnisse. Hierzu wurden Formulierungen aus Interviews mit Jugendlichen so verdichtet, dass sie typische Perspektiven der Befragten ausdrücken. Die Instrumente zur Abfrage der Narrative basieren also auf einer Kombination aus erprobten und neu gebilde- ten Fragen. Durch die Übersetzung der narrativen Erzählmuster über den Islam und Muslim*innen in Aussagen (Items) für den Fragebogen kann die komplexe diskursive Struktur des antimuslimischen Rassismus jedoch nicht abgebildet werden. Diese auf die Einstellungsdimension verkürzten Diskursfiguren nennen wir in der quantitativen Teilstudie fortan „Dimensionen“.

Für jedes Narrativ standen am Ende dieses Prozesses jeweils sechs Aussagen, die die Befragten auf einer 5 stufigen Skala von „stimme überhaupt nicht zu“ bis „stimme voll und ganz zu“ bewerten konnten. Die Ergebnisse der Interviewstudie haben außerdem weitere Anregungen für den Fragebogen gegeben. So hat sich beispielsweise das Wissen über islamrelevante Themen in den Gesprächen immer wieder als wichtig erwiesen und wurde deshalb auch im Fragebogen berücksichtigt.

 

Die PDF-Version können Sie hier downloaden: Broschüre Quanti_final_3.9.2019

Oder auf den Seiten unter www.islam-feindlichkeit.de .